Neue Ausstellung zeigt begehbares menschliches Ohr – Abgeordneter Tauber beeindruckt von Besuch im Heimatmuseum Gelnhausen

Eine neue Ausstellung über das Ohr bietet das Heimatmuseum Gelnhausen seit März 2012 in seinen Räumlichkeiten an. Im speziell auf Kinder abgestimmten Philipp-Reis-Bereich haben die Zuständigen unter Leitung von Simone Grünewald, Leiterin des Heimatmuseums, eine ganz besondere Ausstellung zum Mitmachen und selbst probieren geschaffen. Herzstück der Ausstellung ist das begehbare Ohr, in dessen Inneren die Funktionen des menschlichen Organs in überdimensionaler Größe dargestellt und veranschaulicht werden. “Für die Kleineren ist das Ohr interessant und spannend, im späteren Alter interessieren sich die Besucher dann noch mehr für das Telefon”, so Grünewald.

Das für die Ausstellung benötigte Material komme ausschließlich von heimischen Firmen, dazu kommen das “Ohrpuzzle”, das Gehörquiz und andere Experimente. Dr. Peter Tauber zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt von der Ausstellung über das Ohr: “Das ist sehr gut gemacht, wirklich ansprechend”. Wie auf einer Mondlandschaft sehe es im Inneren des Ohres aus, in das sich der Abgeordnete über eine Rutsche wagte.

20 speziell dafür geschulte Personen, die so genannten “Ohrwürmer”, übernehmen “Ohrführungen” für und von Schulklassen, aber auch Privatpersonen, z.B. Familien. “Unsere Welt ist visuell geprägt, wir wollen den Kindern klar machen, dass auch das Hören wichtig ist”, informierte Grünewald über die Intention der Ausstellung.

Wichtig bei der Planung sei gewesen, das Projekt behindertengerecht zu gestalten. So gibt es “im Ohr” selbst einen speziellen Eingang extra für Rollstuhlfahrer. “Das ist richtig, wichtig und gut”, betonte Tauber. Auch für die Zukunft gebe es bereits Vorhaben und sogar konkrete Ideen, die an das bestehende Projekt anknüpfen. Einer der Pläne für die Zukunft ist es, Workshops anzubieten, in denen Kinder z.B. ihr eigenes Hörspiel erstellen können. Hier scheitere es derzeit vor allem an den finanziellen Mitteln und der noch sehr begrenzten technischen Ausstattung. “Wir benötigen einiges an Ausstattung, um alle Kinder integrieren zu können”, erklärte Grünewald. Ein weiteres großes Problem sei der Platzmangel, nach geeigneten Räume suche man derzeit.

Der rege Besucherzuspruch zeigt, dass hier ein spannender, außerschulischer Lernort geschaffen wurde, der nicht nur informativ ist, sondern vor allem auch Spaß macht.