“BAföG-Reform ist ein großer Wurf”

Als „großen Wurf“ bezeichnet der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber die geplante BAföG-Novellierung durch die CDU-geführte Bundesregierung. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hatte die Eckpunkte der geplanten Reform zu Beginn der Woche in Berlin vorgestellt. Schüler und Studierende, die eine Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bekommen, sollen ab dem Jahr 2016 sieben Prozent mehr Geld erhalten. Der Bund übernimmt zudem ab dem Jahr 2015 die volle Finanzierung der Geldleistungen nach dem BAföG. Er entlastet die Länder dauerhaft um jährlich 1,17 Milliarden Euro, die zur besseren Finanzierung von Hochschulen und Schulen eingesetzt werden.

Die von der Koalition aus CDU/CSU und SPD angestrebte Reform enthält neben der substantiellen Anhebung von Bedarfssätzen und Einkommensfreibeträgen auch strukturelle Änderungen, um der Lebens- und Ausbildungswirklichkeit der Geförderten besser gerecht zu werden. So wird unter anderem die allgemeine Altersgrenze von 30 Jahren, bis zu der eine Ausbildung aufgenommen werden muss, um nach dem BAföG gefördert zu werden, für Masterstudiengänge auf 35 Jahre angehoben. Darüber hinaus verbessert das  25. BAföG-Änderungsgesetz die Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung. Studierende oder Schüler mit Kind werden einheitlich 130 Euro Kinderbetreuungszuschlag erhalten. Bisher gab es gestaffelt 113 Euro für das erste und 80 Euro für jedes weitere Kind. Eine Übersicht über die geplanten Änderungen finden Interessierte im Internet unter folgendem Link: http://www.bafoeg.bmbf.de/.

Für die bessere Unterstützung von BAföG-Empfängern investiert der Bund jährlich zusätzlich rund 500 Millionen Euro. Zusammen mit den zusätzlich durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitzustellenden Mittel in Höhe von 325 Millionen Euro für Darlehensanteile am Studierenden-BAföG werden mit dem gesamten Reformpaket 825 Millionen Euro zusätzlich für das BAföG zur Verfügung gestellt.

„Mit der BAföG-Reform entlastet die Bundesregierung nicht nur die Haushalte der Länder, sondern investiert gleichzeitig in Bildung und Forschung in unserem Land. Diese Entwicklung wird vor allen Dingen der jüngeren Generation zu Gute kommen und sorgt damit für mehr Generationengerechtigkeit“, freut sich Peter Tauber.