Peter Tauber besucht Hans-Elm-Schule Sinntal – “Beeindruckende Angebotsvielfalt”

 

Bei dem Besuch der Hans-Elm-Schule in Sinntal zeigte sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber beeindruckt von der Vielfalt des Angebots und der Organisation der Schule. Etwa 400 Schüler besuchen die Hans-Elm-Schule. Sie umfasst 10 Jahrgangsstufen, von Grundschule bis zur Haupt,- und Realschule und wird von Frau Glück geleitet, die sich schon seit zehn Jahren für diese Einrichtung engagiert. Besonders überzeugt zeigte sich Tauber von den mit viel Einsatz gestalteten und berufsorientierenden Aufgabenbereichen wie Holzbearbeitung, Kochen, Backen, Nähen, Textiles Gestalten, EDV, Homepage, technisches Zeichen und vieles mehr, bei denen sich die Schüler ausprobieren können.Auch musikalisch und sportlich werden die Schüler durch Chor, Drum-Circle, Musikpraxis, Bigband und Erlebnissport wie etwa Klettern, Mountainbiking, Skiwandern, Crossgolf und Bogenschießen gefördert. Insbesondere auf ein umfassendes Sportangebot werde in der Schule Wert gelegt. “Von großer Bedeutung ist, dass diese Aktivitäten jahrgangsübergreifend und vor allem schulformübergreifend sind und damit auch soziale Kompetenzen fördern”, erklärte Tauber.

Das Beispiel der Hans-Elm-Schule mache sehr deutlich, dass nicht die Schulform, sondern die Frage der individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers entscheidende Maßstäbe für die Qualität einer Schule sind. Die immer wieder geführte Debatte zwischen klassischem dreigliedrigen Schulsystem und integrierten Gesamtschulen verstelle dabei den Blick auf den Aspekt der individuellen Förderung, meinte Tauber. “Die Qualität einer Schule hängt maßgeblich vom Einsatz der Lehrer vor Ort ab”, so Tauber.

Die sozialen Kompetenzen werden auf der Schule außerdem noch durch  breitgefächerte Angebote gefördert. Zudem gibt es einen beständigen Schüleraustausch nach Frankreich, den Dr. Tauber als Chance für die Schüler sieht, andere Länder kennen zu lernen. Die Hans-Elm-Schule ist die erste Ganztagsschule im Bergwinkel, die zudem auch noch Zertifikate für Berufsorientierung, Umwelterziehung, Sucht- und Gewaltprävention, gesunde Ernährung und Bewegung erhielt. Jedoch betrachtet Tauber die Tendenz der neuen Kreiskoalition, kleinere Schulen im ländlichen Raum zur Disposition zu stellen, mit Sorge. Dies sei eine deutliche Akzentverschiebung gegenüber der früheren Politik des Kreises unter der Führung des Kreisbeigeordneten Günter Frenz, der sich stets für den Erhalt kleinerer Schulen vor allem im Bergwinkel eingesetzt hat. Tauber mahnte, dass durch ein vermehrtes Schließen von Schulen vor allem im ländlichen Raum die Region an Attraktivität für junge Familien verliere. Dies konterkariere die Bemühungen des Demografiebeauftragten des Kreises, sich für eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur auch in den ländlichen Bereichen des Main-Kinzig-Kreises einzusetzen, sagte Tauber.