Dr. Peter Tauber besucht THW Gelnhausen – THW erhält zusätzliche Fördermittel des Bundes

Zu einem Gespräch kam der Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber auf das Gelände des Technischen Hilfswerks (THW) in Gelnhausen. Tauber wollte sich vom Geschäftsführer und kommissarischen Ortsbeauftragten Stefan Merten über die aktuelle Situation des THW Ortsverbandes Gelnhausen informieren. Insbesondere wollte er erfahren, wie die Einsatzbereitschaft des Ortsverbandes ist, nachdem durch das Aussetzen der Wehrpflicht im Jahr 2010 der gesicherte Zugang in ein ehrenamtliches Engagement im THW gestoppt wurde. Wie Merten unterstrich, sei mit der Abschaffung der Wehrpflicht ein wichtiges Instrument der kontinuierlichen Nachwuchsgewinnung weggefallen. Dies habe auch den Ortsverband Gelnhausen stark getroffen, auch wenn aus der THW-Jugend aktuell vier Junghelfer in den Technischen Zug nachgerückt sind. Man sei froh über eine sehr gut ausgebildete und engagierte Truppe sowie einen kompetent besetzten Einsatzstab, der die Arbeit des THW koordiniert.Wie Tauber berichtete, habe die christlich-liberale Koalition beschlossen, die finanzielle Unterstützung des THW zu verbessern. Der Finanzrahmen wurde um 2 Millionen Euro auf insgesamt 27 Millionen Euro erhöht. Für das THW Gelnhausen werden dadurch rund 2000 Euro mehr zur Verfügung stehen, so Tauber. Die Mittel stehen insbesondere für die Bereiche Nachwuchswerbung, Jugendarbeit sowie zur gezielten Einbindung bislang unterrepräsentierter Gruppen wie Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und Lebensältere zur Verfügung.

Wie Merten berichtete, habe das THW einen umfangreichen Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, der die Leistungsfähigkeit und den Fortbestand der Einsatzorganisationen absichern soll. Unter anderem habe man eine ansprechende Imagekampagne gestartet, um neue Mitstreiter zu werben. Tauber zeigte sich zuversichtlich, dass neue Kräfte für das THW gefunden werden können. “Das THW macht ein spannendes Angebot in einem super Team. Die Erlebnisse, die man im THW erfahren kann, sind sicherlich einmalig”, so Tauber. Angesichts des großen Erfolg des Bundesfreiwilligendienstes werde deutlich, dass es nach wie vor viele Menschen gibt, die bereit sind, sich für die Gesellschaft zu engagieren und entsprechende Zeit aufbringen. Besonders die Bandbreite der Einsätze des THW sei beeindruckend. Dies reiche von technischer Unterstützung bei Unfällen auf der Autobahn bis zur Unterstützung nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Halbinsel Sumatra. Gerade habe der Gelnhäuser Weitverkehrstrupp, dem eines von bundesweit nur fünf Spezialfahrzeugen untersteht, ein neues System zur elektronischen Lagedarstellung in einem Feldversuch auf Burg Frankenstein erprobt und dabei die Gelegenheit gehabt, neueste GPS-gesteuerte Technik einzusetzen.

Abschließend bedankte sich Tauber für das interessante Gespräch und insbesondere für die Einsatzbereitschaft der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer des THW.

Ausführliche Informationen über das THW Gelnhausen unter www.thw-gelnhausen.de