Dr. Peter Tauber im Pflegeheim in Meerholz zu Gast - Antrittsbesuch bei Geschäftsführerin Christa M. Richard
Im Rahmen seiner Sommertour durch den Wahlkreis besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber das Pflegeheim in Meerholz. Er traf sich dort mit der neuen Geschäftsführerin Christa M. Richard zu einem Gespräch. Seit 1. April 2010 leitet Christa M. Richard das Pflegeheim in Meerholz. Neben älteren pflegebedürftigen Menschen, haben hier auch jüngere Behinderte und Menschen im Wachkoma eine neue Heimat gefunden, wie Peter Tauber erfahren konnte. Insgesamt leben im Pflegeheim in Meerholz etwa 235 Menschen, berichtete Richard. Eine Tagesbetreuung für Senioren bietet das Pflegeheim ebenfalls an.
Neben den Angeboten der Einrichtungen interessierte sich Dr. Peter Tauber auch für aktuelle Themen. Bedenken äußerte die Leiterin der Einrichtung über die Zukunft des Zivildienstes, der eine wichtige Stütze des Pflegeheims ist. Derzeit hat das Pflegeheim in Meerholz zehn Zivildienststellen, welche auch in Zukunft besetzt werden sollen. „Mit der Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung bleibt der Zivildienst sowohl für Einrichtungen als auch für Dienstleistende attraktiv“, berichtete Tauber in diesem Zusammenhang. Peter Tauber bat die Leiterin verstärkt für das Freiwillige Soziale Jahr zu werben. Dies sei eine gute Ergänzung zum Zivildienst, so Tauber.
Mit Christa M. Richard war sich der Bundestagabgeordnete einig, dass in Zukunft die Freiwilligendienste immer wichtiger werden und stärker gefördert werden müssen. „In einem Pflege- oder Altenheim kommen junge Menschen auch mit schwachen und hilfsbedürftigen Menschen in Kontakt und lernen so, wie wichtig die Arbeit mit diesen Menschen ist“, betont Tauber. Neben Zivildienstleistenden sind auch Jahrespraktikanten und Jugendliche, die Sozialstunden ableisten müssen, im Pflegeheim in Meerholz beschäftigt, erfuhr Peter Tauber.
Um zukünftige Pflegefachkräfte müsse man sich aktuell kaum Sorgen machen, berichtete Richard. Von den zehn Ausbildungsplätzen im Pflegeheim seien immer alle besetzt. Es gebe regelmäßig mehr Bewerbungen als freie Stellen, so Richard.
Probleme für die Mitarbeitenden gebe es überwiegend durch hohe bürokratische Anforderungen. „Pflegeplanung und –dokumentation sind wichtig“, räumt Richard ein. Aber die bürokratischen Anforderungen, die sich in den letzten Jahren vervielfacht haben, müssten auf ein vernünftiges Maß zurückgeschraubt werden.
„Jede Aktivität mit einem Bewohner muss dokumentiert und schriftlich festgehalten werden. Diese Zeit wäre besser genutzt, wenn man sie mit den Bewohnern verbringen könnte“, erklärte die Geschäftsführerin. „Der Abbau von Bürokratie ist auch mir ein wichtiges Anliegen, viele Anregungen zu diesem Thema werde ich aus diesem Gespräch mitnehmen“, so Tauber.
Erfreulich sei zudem, dass viele örtliche Vereine das Pflegeheim unterstützen. Es gebe regelmäßig Veranstaltungen der Vereine im Schloss, von denen auch die Bewohner profitierten, erklärte Richard. Auch das ehrenamtliche Engagement der Meerholzer Bürger sei groß. Etwa 50 Besuchspaten gebe es im Pflegeheim in Meerholz, die sich regelmäßig mit den Bewohnern beschäftigen. „Wenn eine Einrichtung so in der Gesellschaft verankert ist, sagt das viel über die hohe Akzeptanz dieser Einrichtung aus“, so Tauber abschließend.
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